Nach der Omnibus–I–Richtlinie und den damit verbundenen Anpassungen an Nachhaltigkeitsberichterstattung und Sorgfaltspflichten (Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) und der EU-Taxonomie zeichnet sich bereits das nächste Deregulierungspaket ab – mit potenziell weitreichenden Auswirkungen darauf, wie Banken mit Nachhaltigkeitsrisiken umgehen.
Die Europäische Kommission hat kürzlich die ersten Schritte Richtung Banken-Deregulierung unternommen: zu Beginn des Jahres wurden Stakeholder*innen zur Wettbewerbsfähigkeit von Europäischen Banken konsultiert und gegen Ende des Jahres oder Anfang 2027 soll die Kommission einen Gesetzesentwurf vorlegen.
Im Fokus stehen Maßnahmen, die vermeintlich die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Bankensektors stärken sollen. Doch auf wessen Kosten? Für viele zivilgesellschaftliche Akteure stellt sich dabei auch die Frage, was das konkret für den Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken und letztlich für die Finanzstabilität bedeutet.
Denn Finanzmarktregulierung ist ein zentraler Hebel für die Transformation: Sie bestimmt, wie Risiken bewertet werden und wohin Kapital fließt. Fortschritte im Management von Klima- und Umweltrisiken der letzten Jahre könnten im Zuge der neuen Debatte weiter unter Druck geraten.
In diesem kompakten Online-Webseminar geben wir eine erste Orientierung zu den aktuellen Entwicklungen rund um die Banken-Deregulierung. Wir beleuchten politische Hintergründe, zentrale Konfliktlinien und mögliche Auswirkungen auf Finanzströme.
Ein besonderer Fokus liegt auf den sogenannten prudenziellen Transitionsplänen, mit denen Banken schon jetzt ihre Risiken durch Klima- und Umweltkrise in den Blick nehmen müssen.
Was steckt dahinter, welche Rolle spielen sie für die Steuerung von Klimarisiken – und was könnte sich hier im Zuge der Reformen ändern?
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Green Legal Impact, Germanwatch und Finanzwende und richtet sich insbesondere an zivilgesellschaftliche Organisationen aus den Bereichen Klima, Umwelt und Finanzpolitik, ist aber auch offen für weitere Interessierte.
Das Webseminar umfasst Inputs sowie anschließend Zeit für Fragen und Diskussion.
Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte meldet euch vorab über den Registrierungslink an.
Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet. Den Zugangslink erhaltet ihr nach der Anmeldung per E-Mail.