Litigation Greenhouse: Klimaschutzverantwortung von berufsständischen Versorgungswerken

Berufsständische Versorgungswerke sind öffentlich-rechtliche Pflichtversicherungseinrichtungen, die für die kammerfähigen freien Berufe (z.B. Ärzt*innen, Rechtsanwält*innen, Architekt*innen, Wirtschaftsprüfer*innen) die Pflichtversorgung bezüglich der Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung ihrer Mitglieder sicherstellen. Die Werke werden selbstverwaltet und basieren auf landesrechtlichen Grundlagen. Wer Pflichtmitglied in einem berufsständischen Versorgungswerk ist, kann sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch Mitgliederbeiträge (kapitalgedeckt). Entsprechend verwalten die Versorgungswerke große Summen, die sie am Kapitalmarkt anlegen. Sie zählen damit zu denjenigen Akteuren in Deutschland, die durch ihre Finanzkraft potenziell großen Einfluss auf die nachhaltige und klimaschutzförderliche Transformation der (Finanz-)Wirtschaft ausüben können.

Im Rahmen eines mehrtägigen juristischen Workshops wollen wir prüfen, welcher Klimaschutzverantwortung berufsständische Versorgungswerke bei der Verwaltung und Anlage der ihnen anvertrauten Gelder unterliegen. Das Format ist eine Weiterentwicklung unseres Green Legal Labs und richtet sich an Jurist*innen mit einem Hintergrund im Umweltrecht und Interesse an klimaschutzrechtlichen Fragestellungen. Unter Anleitung eines erfahrenen Umweltanwalts wollen wir gemeinsam Antworten erarbeiten.

Eckdaten

  • Termine:
    • Vorbereitungstermin (online): voraussichtlich Dienstag, 08.09.2026, 16.00-19.00 Uhr
    • Workshoptermin (Präsenz): Freitag, 18.09.2026, ab ca. 13 Uhr (optional: vormittags Teilnahme an einem einführenden Workshop für NGOs zum gleichen Thema) / Samstag, 19.09.2026, 08.30-17.30 Uhr
  • Ort: Hotel Rossi, Lehrter Straße 66, 10557 Berlin
  • Kosten: Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Für Personen, die nicht in Berlin wohnen, können wir bis zu 150 € Reise- und Übernachtungskosten pro Person übernehmen. Sprich uns gerne an, falls wir eine Übernachtung für dich buchen sollen.

Teilnahmevoraussetzungen

Du hast Lust, Recht kreativ und strategisch zu denken und im Team gemeinsam an einer komplexen juristischen Fragestellung zu arbeiten. Du möchtest die Arbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen für die Stärkung des Klimaschutzes und Klimaschutzrechts in Deutschland unterstützen und dich mit Gleichgesinnten vernetzen. Du hast ausreichend Zeit, um an der gesamten Veranstaltung teilzunehmen (inklusive Vorbereitungstermin, An- und Abreisezeiten) und dich vor Beginn der Veranstaltung selbstständig und gründlich anhand der bereitgestellten Vorbereitungsmaterialien in die Materie einzulesen. Du bringst bereits Kenntnisse im Gesellschaftsrecht sowie öffentlichem Recht mit. Zusätzlich hilfreich sind Kenntnisse im Recht der Selbstverwaltung und/oder Versicherungsrecht. Es bestehen keine Interessenskonflikte mit einer haupt- oder ehrenamtlich ausgeübten Tätigkeit oder einem politischen Amt.

Bewerbung

Bitte bewirb dich bis zum 15.06.2026, indem du

 

Falls du Fragen zum Bewerbungsverfahren hast, melde dich gerne jederzeit per Mail ebenfalls bei Franziska Albrecht unter albrecht@greenlegal.eu. Alle eingegangenen Bewerbungen werden auf Vollständigkeit geprüft. Falls wir Rückfragen dazu haben, melden wir uns direkt bei dir, sonst nach Ende der Bewerbungsfrist bis zum 30.06.2026.

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